DAB(+) in Hessen

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vossi
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von vossi » Fr 4. Jan 2019, 23:50

Was hier immer ein Unsinn geschrieben wird.
Ich wohne in der Gegend und kann sagen, dass es völlig wurscht ist, ob die Sackpfeife nach Westen strahlt, oder nicht.
Sebst UKW kommt hier im Siegerland schon nicht vernünftig an.
Das liegt daran, dass die Sackpfeife Richtung Westen gegen teils höhere Berge strahlt.
Das man sich da die Antennenfelder spart, erst recht, da westlich der Sackpfeife direkt NRW liegt, ist schlicht intelligente Netzplannung.

Marc!?
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Marc!? » Sa 5. Jan 2019, 00:27

vossi hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 23:50
Was hier immer ein Unsinn geschrieben wird.
Ich wohne in der Gegend und kann sagen, dass es völlig wurscht ist, ob die Sackpfeife nach Westen strahlt, oder nicht.
Sebst UKW kommt hier im Siegerland schon nicht vernünftig an.
Das liegt daran, dass die Sackpfeife Richtung Westen gegen teils höhere Berge strahlt.
Das man sich da die Antennenfelder spart, erst recht, da westlich der Sackpfeife direkt NRW liegt, ist schlicht intelligente Netzplannung.
Nicht zwingend. Abgesehen davon, dass die Sackpfeile natürlich auch ein Extremfall ist, aber es sind ja noch weitere Standorte betroffen, die nicht so grenznah stehen und deshalb so extrem ausblenden müssen, ist auch hier so, dass eine andere Antenne bzw Felder nach hinten, die mit dem Faktor 0,5 belastet werden auch nach Hessen rein ein wesentlich runderes Diagramm erzeugen würden.

Dass die Reichweite nach NRW aufgrund der topographie bescheiden ist und nochmal schlechter als schon UKW steht ja außer Frage.

PrismaPlayer
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer » Sa 5. Jan 2019, 00:44

Das mag sein, aber der hr macht das nicht wegen einer intelligenten Netzabdeckung, sondern weil er wegen Dortmund nicht darf. Wenn man das so sieht, bräuchte man dann am Hardberg auch kein Antennenfeld nach Süde. Und der hr und dessen Hörer sind schon an einem gewissen Overspill interessiert. Noch ein Beispiel ist Alzenau, da würde ein Antennenfeld nach Osten und Süden auch reichen, um das Zielgebiet von 10a und 11d abzudecken. Man könnte aber die Reichweite der Sackpfeife erhöhen, indem man noch ein Antennenfeld Richtung Norden und eins nach Süden installiert, welches auch eine Verbesserung im Lahn Dill Kreis bringen würde. Warum nur ein Antennenfeld Richtung Westen besteht kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
Wenn es ein Antennenfeld Richtung Westen gäbe, wäre das Siegerland und die A45 bis Lüdenscheid schon recht gut versorgt. Klar liegen westlich und südwestlich der Sackpfeife recht hohe Berge davor, dennoch geht UKW recht gut im Siegerland, Siegen und Wittgenstein. Wenn der 7b von Driedorf aus rund senden dürfte, dann wäre das Siegerland noch viel besser versorgt, nur dürfte dann dort wegen Dortmund wieder nicht Richtung Norden, also nicht ins Siegerland gestrahlt werden. Auch wenn man mal Willingen Ettelsberg planen würde, dürfte da nix nach Westen rausgehen und das kann wegen einem relativ kleinen Regionalmux in Dortmund einfach nicht sein. Das ist meine Meinung.

Marc!?
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Marc!? » Sa 5. Jan 2019, 01:10

PrismaPlayer hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 00:44
Das mag sein, aber der hr macht das nicht wegen einer intelligenten Netzabdeckung, sondern weil er wegen Dortmund nicht darf. Wenn man das so sieht, bräuchte man dann am Hardberg auch kein Antennenfeld nach Süde. Und der hr und dessen Hörer sind schon an einem gewissen Overspill interessiert. Noch ein Beispiel ist Alzenau, da würde ein Antennenfeld nach Osten und Süden auch reichen, um das Zielgebiet von 10a und 11d abzudecken. Man könnte aber die Reichweite der Sackpfeife erhöhen, indem man noch ein Antennenfeld Richtung Norden und eins nach Süden installiert, welches auch eine Verbesserung im Lahn Dill Kreis bringen würde. Warum nur ein Antennenfeld Richtung Westen besteht kann ich nicht wirklich nachvollziehen.
Wenn es ein Antennenfeld Richtung Westen gäbe, wäre das Siegerland und die A45 bis Lüdenscheid schon recht gut versorgt. Klar liegen westlich und südwestlich der Sackpfeife recht hohe Berge davor, dennoch geht UKW recht gut im Siegerland, Siegen und Wittgenstein. Wenn der 7b von Driedorf aus rund senden dürfte, dann wäre das Siegerland noch viel besser versorgt, nur dürfte dann dort wegen Dortmund wieder nicht Richtung Norden, also nicht ins Siegerland gestrahlt werden. Auch wenn man mal Willingen Ettelsberg planen würde, dürfte da nix nach Westen rausgehen und das kann wegen einem relativ kleinen Regionalmux in Dortmund einfach nicht sein. Das ist meine Meinung.
Täusch dich mal nicht, die höhere Dämpfung gegenüber UKW ist schon signifikant , der WDR hat es dort einfacher da er im Sauer- und Siegerland in einem SFN arbeiten kann.
Deine Argumentationskette ist ja richtig, nur hat Hessen den kompletten K7 und man sucht sich ausgerechnet den einzigen Subchannel aus, der in Dortmund mit dem Regionalmux belegt ist. Die Frage ist doch warum ?

7D Hessen hr und 7B Rhein-Main Mux. Wäre doch eine Antwort auf das Problem gewesen oder nicht ?

PrismaPlayer
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer » Sa 5. Jan 2019, 02:14

Das wäre eine gute Idee, vielleicht schlägst das mal dem hr vor. Der 7b würde sich auch gut als Rhein Main Mux machen. Nur man weiß nicht wo der 7d überall geplant ist. Mit Niederbayern dürfte es keine Probleme geben und Bremen und Berlin 7d sind eigentlich auch weit genug weg. Das ist ja derzeit beim 7b auch so und funktioniert. Wie wäre es denn mit dem 7c für den hr und 7a für den Rhein Main Mux. Südholland 7a dürfte ja kein Problem sein, das funktioniert mit 11c ja auch im Moment.Und beim 7a könnte man auch mit ordentlicher Leistung vom Hardberg senden.
Die Frage ist natürlich auch ob der hr von dem Problem mit der Gleichkanalbelegung in Dortmund wußte oder der Kanal später koordiniert wurde als der hr mit 7b schon auf Sendung war. Die Sackpfeife ging ja erst Jahre später auf Sendung.

Marc!?
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Marc!? » Sa 5. Jan 2019, 02:27

PrismaPlayer hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 02:14
Das wäre eine gute Idee, vielleicht schlägst das mal dem hr vor. Der 7b würde sich auch gut als Rhein Main Mux machen. Nur man weiß nicht wo der 7d überall geplant ist. Mit Niederbayern dürfte es keine Probleme geben und Bremen und Berlin 7d sind eigentlich auch weit genug weg. Das ist ja derzeit beim 7b auch so und funktioniert. Wie wäre es denn mit dem 7c für den hr und 7a für den Rhein Main Mux. Südholland 7a dürfte ja kein Problem sein, das funktioniert mit 11c ja auch im Moment.Und beim 7a könnte man auch mit ordentlicher Leistung vom Hardberg senden.
Die Frage ist natürlich auch ob der hr von dem Problem mit der Gleichkanalbelegung in Dortmund wußte oder der Kanal später koordiniert wurde als der hr mit 7b schon auf Sendung war. Die Sackpfeife ging ja erst Jahre später auf Sendung.
7A wäre ungünstig, der ist um Wissembourg vorgesehen laut Plan.

K7 als TV Kanal, also alle 4 DAB Bedeckungen sind für Hessen, Niederbayern, Berlin/Brandenburg, Süddänemark, Südholland und Tschiechen Grenze (zwischen Chemnitz und Görlitz) vorgesehen.
Dazu:

7A: Osnabrück/Lingen, Hamburg, Wissembourg
7B: Dortmund, Gera und Stade/Rosengarten
7C: Strasbourg, Bremen, Nordholland
7D: Bremen

Da der RB aktuell 7B nutzt ist Stade / Rosengarten natürlich hinfällig.

PrismaPlayer
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer » Sa 5. Jan 2019, 02:39

Schade wenn Strasbourg nicht koordiniert wäre, wäre 7c der beste Kanal für den hr.
Ein Wechsel von 7b auf 7d würde sich derzeit echt lohnen, wenn Dortmund wirklich mal auf dem 7b senden sollte. So könnte man mit ordentlicher Leistung von Sackpfeife und hoffentlich irgendwann mal Driedorf und Ettelsberg rund senden.

Hallenser
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Hallenser » Sa 5. Jan 2019, 07:05

Auf 7c ist aber auch ein landesweiter Mux für Sachsen-Anhalt angefragt,so käme es in Nordhessen und Thüringen wieder zu einer Kollision.

Thomas(Metal)
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Thomas(Metal) » Sa 5. Jan 2019, 23:13

vossi hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 23:50
Ich wohne in der Gegend und kann sagen, dass es völlig wurscht ist, ob die Sackpfeife nach Westen strahlt, oder nicht.
Sebst UKW kommt hier im Siegerland schon nicht vernünftig an.
Das liegt daran, dass die Sackpfeife Richtung Westen gegen teils höhere Berge strahlt.
Das man sich da die Antennenfelder spart, erst recht, da westlich der Sackpfeife direkt NRW liegt, ist schlicht intelligente Netzplannung.
Ob es jetzt eine intelligente Netzplanung ist lasse ich offen. Dennoch wird man westlich des Ederkopfs immer Probleme mit der Sackpfeife haben. Die bewohnten Täler sind dann auch noch vor allem nach Nordwesten hin offen. Wenn etwas drüberkommt, dann ist das verzerrt. Sicherlich wäre es zumindest digital nicht mehr ausschlaggebend, schwach bleibt das Signal aber dennoch. Analog, UKW, würde ich es so einschätzen daß dort nicht selten die 88,8 vom Sender Langenberg die 88,7 von der Sackpfeife abräumt.
QTH: 911-69 (II: Körner 9.2, III: LPDA16), QTH-alt: 9354 (II: FUBA UKA-028)

Marc!?
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Marc!? » So 6. Jan 2019, 04:02

Thomas(Metal) hat geschrieben:
Sa 5. Jan 2019, 23:13
vossi hat geschrieben:
Fr 4. Jan 2019, 23:50
Ich wohne in der Gegend und kann sagen, dass es völlig wurscht ist, ob die Sackpfeife nach Westen strahlt, oder nicht.
Sebst UKW kommt hier im Siegerland schon nicht vernünftig an.
Das liegt daran, dass die Sackpfeife Richtung Westen gegen teils höhere Berge strahlt.
Das man sich da die Antennenfelder spart, erst recht, da westlich der Sackpfeife direkt NRW liegt, ist schlicht intelligente Netzplannung.
Ob es jetzt eine intelligente Netzplanung ist lasse ich offen. Dennoch wird man westlich des Ederkopfs immer Probleme mit der Sackpfeife haben. Die bewohnten Täler sind dann auch noch vor allem nach Nordwesten hin offen. Wenn etwas drüberkommt, dann ist das verzerrt. Sicherlich wäre es zumindest digital nicht mehr ausschlaggebend, schwach bleibt das Signal aber dennoch. Analog, UKW, würde ich es so einschätzen daß dort nicht selten die 88,8 vom Sender Langenberg die 88,7 von der Sackpfeife abräumt.
Ich schließe mich deiner Meinung an, dass bei VHF III Einfach die Topographie zu anstpruchsvoll (noch kritischerals bei UKW) ist um NRW nennswert zu versorgen, aber wie ich schon schrieb hälft auch ein gedämpftes Feld nach hinten bei der Versorgung in Hessen, da das Diagramm runder wird und dies aufgrund des Dortmunder Regionalmux in den Büchern nicht möglich und darunter leiden dann auch die anderen Muxe, denn der HR investiert ja nicht für Fremdanbieter.
Beim Bundesmux ist der Fall wieder anders durch Ergibt sich mit Siegen Süd und anderen Sendern eine hübsches SFN, dass in den Tälern den gewünschten Empfang liefert.

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