DAB(+) in Hessen

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Eckhard.
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Eckhard. »

PrismaPlayer hat geschrieben: Sa 21. Aug 2021, 19:20Dachte Gießen wäre jetzt für den 12c gesetzt? Deshalb möchte FFH die Mittelhessen Version auch über den 12c verbreiten. Dünsberg 6a würde mir persönlich auch besser gefallen, da dieser gut mit der Sackpfeife und später auch Rimberg zusammen arbeiten würde und gut nach Marburg einfällt (Sichtverbindung) . RUM möchte ja im 6a auch irgendwann auf Sendung gehn!
Laut Planung sollen die FFH-Regionalprogramme mit teils unterschiedlicher Belegung von Giessen aus sowohl für 6A, als auch für 12C ausgestrahlt werden. Einfach gesagt: Antennenmässig 6A nach Norden und 12C nach Süden. In Giessen werden dann wohl alle Regionalversionen von FFH (teilweise sogar doppelt) zu empfangen sein.

"Radio Unerhört Marburg (RUM) " wird vorläufig wohl nicht auf 6A auftauchen. Wie auch bei 12C Hessen-Sued hat die LPR auch auf 6A Hessen-Nord nur 144 CUs für die NKLs eingekauft und mit zwei Programmplätzen à 72 CUs - 72 kBit/s - EEP 2A belegt. Auf 6A nutzen diese für 24/7-Programm jeweils allein das "Freie Radio Kassel (FRK)" und "RundFunk Meissner (RFM)". Weitere CUs will die LPR aktuell nicht einkaufen. Es müsste also entweder eine Änderung der Abstrahlwerte und Drittelteilung der 144 CUs geben (drei Programmplätze á 48 CUs - 64 kBit/s - EEP 3A) oder man nimmt ein Splitting eines Programmplatzes wie im 12C vor. Zu welchen Verärgerungen und Diskussionen dies samt Ablehnung durch die LPR schon im Süden geführt hat, ist sicherlich bekannt. Dies wird sich die LPR kaum nochmals antun.
Zuletzt geändert von Eckhard. am So 22. Aug 2021, 14:09, insgesamt 2-mal geändert.
Hochfranken_DX
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Hochfranken_DX »

6A nur nach Norden ist aber nicht ausreichend. Das Sendegebiet des Nordhessen-Mux geht ja bis weiter runter und auch östlich von Gießen muss einiges versorgt werden. Da wird man wohl um eine Rundstrahlung nicht drum herum kommen. Beim 12C sieht das wieder anders aus. Da ist es völlig ausreichend, wenn man nur nach Süden gerichtet sendet.
PrismaPlayer
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer »

Eckhard. hat geschrieben: So 22. Aug 2021, 11:07
PrismaPlayer hat geschrieben: Sa 21. Aug 2021, 19:20Dachte Gießen wäre jetzt für den 12c gesetzt? Deshalb möchte FFH die Mittelhessen Version auch über den 12c verbreiten. Dünsberg 6a würde mir persönlich auch besser gefallen, da dieser gut mit der Sackpfeife und später auch Rimberg zusammen arbeiten würde und gut nach Marburg einfällt (Sichtverbindung) . RUM möchte ja im 6a auch irgendwann auf Sendung gehn!
Laut Planung sollen die FFH-Regionalprogramme mit teils unterschiedlicher Belegung von Giessen aus sowohl für 6A, als auch für 12C ausgestrahlt werden. Einfach gesagt: Antennenmässig 6A nach Norden und 12C nach Süden. In Giessen werden dann wohl alle Regionalversionen von FFH (teilweise sogar doppelt) zu empfangen sein.

"Radio Unerhört Marburg (RUM) " wird vorläufig wohl nicht auf 6A auftauchen. Wie auch bei 12C Hessen-Sued hat die LPR auch auf 6A Hessen-Nord nur 144 CUs für die NKLs eingekauft und mit zwei Programmplätzen à 72 CUs belegt. Auf 6A nutzen diese für 24/7-Programm allein das "Freie Radio Kassel (FRK)" und "RundFunk Meissner (RFM)". Weitere CUs will die LPR aktuell nicht einkaufen. Es müsste also entweder eine Änderungen der Abstrahlwerte und Drittelteilung der 144 CUs geben (drei Programmplätze á 48 CUs usw.) oder man nimmt ein Splitting eines Programmplatzes wie im 12C vor. Zu welchen Verärgerungen und Diskussionen dies samt Ablehnung durch die LPR im Süden geführt hat, ist sicherlich bekannt.
Sehr interessant, die Planungen kannte ich nicht, doch ob sie so umgesetzt werden weiß man ja auch nicht.
6a nach Nord und 12c nach Süd gerichtet würde auch Sinn machen und FFH Mittelhessen könnte im Raum Gießen dann über 12c störungsfrei empfangen werden. So könnte man später auch den Sender Driedorf gut mit dem 6a vom Dünsberg zusammenschließen und es würde sich mit der neuen Rundstrahlantenne an der Sackpfeife ein schönes SFN ergeben, soweit der 6a auch mit auf die neue Antenne kommt. Koordiniert ist da zumindest noch nichts und bei Hessen Digital weiß auch niemand was davon :rolleyes:
Für die anderen Muxe wie 7b,5c und 9b wäre eine Rundstrahlung am Dünsberg allerdings sinnvoll. Also wäre es sinnvoll ,wenn sich die neue Antenne nach Nordwest, die für den 6a gebaut würde mir der vorhandenen nach Südost zusammenschalten ließe.
PrismaPlayer
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer »

Peter Schwarz hat geschrieben: So 22. Aug 2021, 04:59 Wichtig wäre es, auch die Hauptverkehrswege zu berücksichtigen. Auf der A45 ist nordwestlich Gießen bislang kaum Empfang. Ob da der Sender Gießen alleine ausreicht? Ich denke, ohne die Angelburg geht da nix.
Das ist richtig, aber Angelburg ist nicht zwingend notwendig. Wenn die neue Antenne auf der Sackpfeife in Betrieb ist,wird der Empfang auf der 45 auf jeden Fall besser werden. Dazu plant man den Sender Driedorf, der eh kommen muß um den Westerwald, Herborn und Lahn Dill zu versorgen, wo Biedenkopf schwächelt. Und eine Rundstrahlung am Dünsberg für die Bundesmuxe und den hr ,sowie 6a nach Nordwest würde mit Driedorf und der neuen Rundstrahlantenne an der Sackpfeife alle Lücken schließen.
Eckhard.
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Eckhard. »

Hochfranken_DX hat geschrieben: So 22. Aug 2021, 11:49 6A nur nach Norden ist aber nicht ausreichend. Das Sendegebiet des Nordhessen-Mux geht ja bis weiter runter und auch östlich von Gießen muss einiges versorgt werden. Da wird man wohl um eine Rundstrahlung nicht drum herum kommen. ...
Ich hatte es auch nur "einfach richtungsmässig" für 6A und 12C formuliert. Da kann auch durchaus in andere Richtungen mitgesendet werden (allerdings halte ich eine Rundstrahlung beim 6A für ziemlich unwahrscheinlich). Lassen wir uns mal überraschen, welches Diagramm man da jeweils "austüftelt".
Marc!?
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Marc!? »

Es ist ja mal die grundsätzliche Frage, wie man programm und netzttechnisch mittelhessen definiert.

Eine Doppelausstrahlung alla Kreutzberg macht immo in Gießen schon sinn, da die Stadt so via Südhessen entgegengesetzt vom Feldberg und Dünsberg versorgt wird.
PrismaPlayer
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer »

Man kann es nicht oft genug sagen,aber wie man auf der aktuellen Karte sieht,braucht der hr unbedingt den Inselsberg nach Hessen gerichtet um die Landesgrenze Hessen Thüringen besser zu versorgen. Dort ist der mdr mit Inselsberg, Meißner und Kreuzberg überall stärker als der hr mit Meißner, Rimberg und Kreuzberg. Also Inselsberg wirkt sich beim 8b von Eschwege bis in die Rhön sehr positiv aus,besonders in der Gegend um Herleshausen,Heringen,Philippsthal, Wildeck,Wommen,Eiterfeld,Hünfeld,Sontra und Friedewald.Ansonsten müssten viele Füllsender zum Einsatz kommen.
Unter der mdr Antenne wäre sogar noch Platz um 2 Antennenfelder nach Nordwest und Südwest anzubringen.
Dazu wäre noch Fulda Hummelskopf sinnvoll für den Bereich südwestlich von Fulda wie Neuhof und auch das Nüsttal. Zusätzlich würde dieser von Norden in die Rhön einstrahlen.Am besten wäre dort auch eine Rundstrahlung,wie in Gießen am Dünsberg für die Bundesmuxe und den hr.
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ElDee
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von ElDee »

Weiß jemand, ob die für die Hohe Wurzel geplante DAB-Antenne in der Zwischenzeit installiert werden konnte ?
planetradio
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von planetradio »

PrismaPlayer hat geschrieben: Sa 28. Aug 2021, 14:02 Man kann es nicht oft genug sagen,aber wie man auf der aktuellen Karte sieht,braucht der hr unbedingt den Inselsberg nach Hessen gerichtet um die Landesgrenze Hessen Thüringen besser zu versorgen. Dort ist der mdr mit Inselsberg, Meißner und Kreuzberg überall stärker als der hr mit Meißner, Rimberg und Kreuzberg. Also Inselsberg wirkt sich beim 8b von Eschwege bis in die Rhön sehr positiv aus,besonders in der Gegend um Herleshausen,Heringen,Philippsthal, Wildeck,Wommen,Eiterfeld,Hünfeld,Sontra und Friedewald.Ansonsten müssten viele Füllsender zum Einsatz kommen.
Unter der mdr Antenne wäre sogar noch Platz um 2 Antennenfelder nach Nordwest und Südwest anzubringen.
Dazu wäre noch Fulda Hummelskopf sinnvoll für den Bereich südwestlich von Fulda wie Neuhof und auch das Nüsttal. Zusätzlich würde dieser von Norden in die Rhön einstrahlen.Am besten wäre dort auch eine Rundstrahlung,wie in Gießen am Dünsberg für die Bundesmuxe und den hr.
Dem kann ich nur zu stimmen.
Diese Region ist der hr nicht überall optimal Empfangbar, während der 8B immer mehr Balken hatte
strade
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von strade »

Gleichzeitig fehlt immer noch ein Sender aus Fulda gen Süden auf 11D ( Idiotenoordination ), um den Norden Bayerns zu versorgen. Das Problem ist allgemein bekannt,. wird aber nicht an gegangen.
PrismaPlayer
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer »

strade hat geschrieben: Sa 28. Aug 2021, 20:25 Gleichzeitig fehlt immer noch ein Sender aus Fulda gen Süden auf 11D ( Idiotenoordination ), um den Norden Bayerns zu versorgen. Das Problem ist allgemein bekannt,. wird aber nicht an gegangen.
Fulda wird in Nordbayern und der bayerischen Rhön nicht mehr genug bringen, deshalb hat man ja schon Füllsender in der Rhön zb Bad Brückenau und Ostheim geplant.
Marc!?
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Marc!? »

Der HR wird doch abr in Fulda sicherlich seinen eigenen standort nutzen oder?
PrismaPlayer
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer »

Marc!? hat geschrieben: Sa 28. Aug 2021, 23:18 Der HR wird doch abr in Fulda sicherlich seinen eigenen standort nutzen oder?
Wenn er schlau ist ,dann nicht. Der steht zu tief und hat noch keine DAB Infrastruktur. Hummelskopf kommt sicherlich auch noch besser in die Rhön rein.
Marc!?
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von Marc!? »

PrismaPlayer hat geschrieben: Sa 28. Aug 2021, 23:50
Marc!? hat geschrieben: Sa 28. Aug 2021, 23:18 Der HR wird doch abr in Fulda sicherlich seinen eigenen standort nutzen oder?
Wenn er schlau ist ,dann nicht. Der steht zu tief und hat noch keine DAB Infrastruktur. Hummelskopf kommt sicherlich auch noch besser in die Rhön rein.
Daran besteht keinen Zweifel, nur ist eigene bzw ARD Infrastruktur immer billiger. Einen Vorteil hat der HR Standort aber, er liegt südlich der Innenstadt von Fulda und nicht nördlich wie der Hummelskopf. Der Winkel ist also genau entgegengesetzt im Vergleich zum Rimberg und er strahlt noch in das Tal der A66 rein.
Man hätte ja eigentlich mit dem Argument auch nie beim BR auf den Kreuzberg bei nur 150 Meter Höhe gehen dürfen, da man Faktisch gegen die Rhön sendet. Mit dem Heidelstein wären viele Probleme in der Region gelöst. Beim MDR gilt ja ähnliches, da man die HR Antenne in teils falsche Richtung mitbenutzt.

Eigentlich hätte hier der BR schon längst nach der Außerbetriebnahme der UHF Kästchen bei der DVB-T2 Umstellung mit der neue GFK Spitze am Kreuzberg aktiv werden können und die Antennen höher hängen können.
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Re: DAB(+) in Hessen

Beitrag von PrismaPlayer »

Das ist richtig, da geb ich dir recht. Auf der A66 wird aber auch der hr Standort nicht reichen, so daß Schlüchtern auf jeden Fall auch kommen muß um durchgängig zu versorgen bis Gelnhausen übernimmt.
Man hatte damals keine andere Option als vom Kreuzberg zu senden.
Wäre echt schön wenn der BR die Antenne höher montieren und anders schalten lassen könnte. Für den hr wäre nämlich das Antennenfeld nach Südwest noch wichtig um mit vollen 10kw in den Spessart zu strahlen. Beim mdr könnte man das Antennenfeld nach Nordwest weglassen, das eh nur nach Hessen reinstrahlt.Dafür könnte der mdr eher das Antennenfeld nach Südost gebrauchen,welches Richtung Thüringen strahlt. Auch für den Nord und Südhessenmux wäre dies interessant. Der 6a bräuchte das Antennendiagramm vom derzeitigen 7b (Nordwest und Nordost) und der 12c bräuchte die Antennenfelder Nordwest und Südwest um den Main Kinzig Kreis besser zu versorgen,der zu Südhessen zählt.
Nur das man die Antennenfelder für die jeweiligen Muxe anders schalten kann,wird wohl nicht so einfach möglich sein. Effektiv wäre es aber allemal.
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