DAB(+) in NRW

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Marc!?
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Marc!? »

Nicoco hat geschrieben: Mo 15. Mär 2021, 00:05 Für Indoor flächendeckend sind die Standorte notwendig. Außerdem sollen so Redundanzen erzeugt werden, dass bei einem Ausfall an einem Standort nicht gleich der Empfang komplett wegfällt sondern nur etwas schwächer wird.
Marc!? hat geschrieben: So 14. Mär 2021, 23:47Die suboptimalen Datenraten, einen Zweiten Mux etc. Das wird ja umso schwerer durchzusetzten, je mehr Standorte der 1.te Mux hat.
Naja gut, was soll der WDR denn sonst machen?
Das Netz des 11D sollte schon ordentlich ausgebaut sein, wenn DAB+ UKW eines Tages ablösen will.
Ein Sparnetz mit schlechter Abdeckung, nur um dann mit 11D und 9A die Datenraten hochschrauben zu können ist auch keine gute Lösung.
Was bringen einem hohe Datenraten, wenn der Empfang miserabel ist.
Ich meinte ja eher, dass so ein zweiter landesweiter WDR Mux schwierig wird. Die Programme, die dort hin wechseln würden, hätten am Anfang eine sehr schlechte Abdeckung im Vergleich zu dem aktuellen Mux. Somit scheint mir eine Kanalteilung eig die sinnvollere Variante zu sein.
Man sollte aber auch bedenken, dass die UKW Netze nie für den Indoor Empfang gedacht waren. Selbst Mobil Outdoor im Auto kam ja praktisch auch erst mit Genf in den 80er Jahren. Deshalb der hinkt der Vergleich in dem Punkt eigentlich.
Nicoco
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Nicoco »

Marc!? hat geschrieben: Di 16. Mär 2021, 02:24Ich meinte ja eher, dass so ein zweiter landesweiter WDR Mux schwierig wird. Die Programme, die dort hin wechseln würden, hätten am Anfang eine sehr schlechte Abdeckung im Vergleich zu dem aktuellen Mux. Somit scheint mir eine Kanalteilung eig die sinnvollere Variante zu sein
Natürlich ist eine Teilung des Muxes die günstigste Möglichkeit die Bitraten zu erhöhen.
Aber das Thema hatten wir ja schon mehrfach hier besprochen.
Der WDR will alle acht Lokalzeiten in ganz NRW verbreiten.
Gleichzeitig will man aber trotzdem die Bitraten erhöhen.
Abwarten wie man beides unter einen Hut bekommen will.
Marc!? hat geschrieben: Di 16. Mär 2021, 02:24Man sollte aber auch bedenken, dass die UKW Netze nie für den Indoor Empfang gedacht waren. Selbst Mobil Outdoor im Auto kam ja praktisch auch erst mit Genf in den 80er Jahren. Deshalb der hinkt der Vergleich in dem Punkt eigentlich.
Der Vergleich hinkt nicht. Stand heute, und nicht vor 40 Jahren, ist UKW vielerorts indoor empfangbar.
Pfennigfuchser
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Pfennigfuchser »

Wo ist denn bitte UKW nicht Indoor empfangbar? Man sollte an DAB die gleichen Ansprüche bei der Versorgung stellen. Wenn ich sehe, wie an Sendeleistungen bei DAB gespart wird, ist es für mich so nicht nachvollziehbar. Zwar hört man nicht, wenn die Signalanzeige fast den kritischen Punkt erreicht, aber das sollte nicht der Maßstab sein. Ich denke, der WDR macht hier einiges richtig, indem er viele Kleinsender als Ergänzung einsetzt. Obwohl ich in Wuppertal gut versorgt bin, merke ich beim Bumux 1 und insbesondere am Bumux 2 schon teils kritische Werte, die zu Aussetzern führen können. Es mag sein, dass Outdoor alles noch funktioniert, aber im Gegensatz zu UKW ist das DAB-Signal sehr störanfällig und da bedarf es einfach höhere Sendeleistungen/mehr Füllsender als Signalreserve.
Nasowas!
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Nasowas! »

Daß der WDR einen zweiten DAB Kanal in Betrieb nimmt, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Allein schon wegen der derzeitigen Beitragsdisskussion und der Sparmaßnahmen bei der ARD. Es ist ja noch völlig offen, ob der Beitrag überhaupt erhöht wird. Auch im Bundesmux 1 und 2 wird meistens mit 72 kbps gesendet. Es gibt vom WDR dazu auch nichts offizielles. Ausser ein paar Freaks, die teilweise gar nicht im Sendegebiet wohnen, gibt es auch niemanden, der sich über die Audioqualität beschwert. WDR3 wird sogar mit 96 kbps ausgestrahlt. Sehr gut hingegen ist, daß der WDR 11D die letzten beiden Jahre so stark ausgebaut hat. Die Audioqualität ließe sich auch durch verschiedene technische Verfahren noch etwas verbessern. Das scheint mir aber zweitrangig. Ausserdem darf der WDR per Gesetz keine weiteren Programmen ausstrahlen. Fazit: Ein zweiter WDR-Multiplex macht also kaum Sinn, ausser daß er viel Geld kostet. Allerdings gehen die öffentlich-rechtlichen nicht immer sinnvoll mit unserem Beitragsgeld um. Man weiß also nie! ;)
Japhi
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Japhi »

Ich denke auch, dass sich da erstmal nichts dran ändert. Der WDR kann ja auf eine gute Qualität auf UKW, DVB-S/C mit 320kbps und den Livestream (128kbps, WDR 3 256kbps mp3) verweisen. Ist eigentlich nicht Sinn der Sache, aber DAB wird für Küchenbrüllwürfel oder Nutzung im Auto gesehen. Zuhause gibts die Alternativen in besserer Qualität.
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Nasowas!
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Nasowas! »

Das kann ich nicht bestätigen. In meinem Umfeld hören inzwischen viele WDR2 auf DAB+. Die meinten: "Klingt besser als auf UKW." Davon hören einige DAB+ auch zuhause. Und keinesfalls auf billigen Brüllwürfeln. Der WDR weist ja in seinen Programmen auch ständig auf DAB+ und guter Klangqualität hin. Auf DVB-S oder DVB-C wird da nie hingewiesen. Aber einigen wenigen wird man es eben nie Recht machen können.
Nasowas!
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Nasowas! »

Ich finde, auch ein Musikprogramm wie Radio BOB klingt mit 72 kbps sehr gut und hat viele begeisterte Hörer.
Nicoco
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Nicoco »

Japhi hat geschrieben: Di 16. Mär 2021, 17:24Der WDR kann ja auf eine gute Qualität auf UKW, DVB-S/C mit 320kbps und den Livestream (128kbps, WDR 3 256kbps mp3) verweisen. Ist eigentlich nicht Sinn der Sache, aber DAB wird für Küchenbrüllwürfel oder Nutzung im Auto gesehen. Zuhause gibts die Alternativen in besserer Qualität.
DVB-S: Die Zukunft des ARD-Hörfunktransponders ist offen. Es scheint nicht so unwahrscheinlich, dass dieser in den nächsten Jahren abgeschaltet wird.
DVB-C: Noch stimmt das mit der hohen Qualität. Wenn aber demnächst die Netzstruktur von Vodafone auch in NRW greift, sinkt die Qualität der Programme von 320 kbps auf 192 kbps MP2, was nicht sonderlich besser ist als die 128 kbps MP3 des Webstreams.
Webstream: Und auch dieser hört sich mit 128 kbps MP3 nicht sonderlich besser an als die 72 kbps AAC auf DAB+.
Marc!?
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Marc!? »

Pfennigfuchser hat geschrieben: Di 16. Mär 2021, 11:03 Wo ist denn bitte UKW nicht Indoor empfangbar? Man sollte an DAB die gleichen Ansprüche bei der Versorgung stellen. Wenn ich sehe, wie an Sendeleistungen bei DAB gespart wird, ist es für mich so nicht nachvollziehbar. Zwar hört man nicht, wenn die Signalanzeige fast den kritischen Punkt erreicht, aber das sollte nicht der Maßstab sein. Ich denke, der WDR macht hier einiges richtig, indem er viele Kleinsender als Ergänzung einsetzt. Obwohl ich in Wuppertal gut versorgt bin, merke ich beim Bumux 1 und insbesondere am Bumux 2 schon teils kritische Werte, die zu Aussetzern führen können. Es mag sein, dass Outdoor alles noch funktioniert, aber im Gegensatz zu UKW ist das DAB-Signal sehr störanfällig und da bedarf es einfach höhere Sendeleistungen/mehr Füllsender als Signalreserve.
Ich habe nicht geschrieben, dass UKW nicht Indoor Empfangbar ist, sondern dass das Netz nie dafür geplant war. Das ist ein Unterschied.
Bei DAB stellt man höhere Ansprüche, überall soll es indoor gehen. Das Band III ist natürlich physikalisch dem Band II unterlegen und kämpft mit mehr potentiellen Störern, wie Netzteilen etc das ist klar. Aber diesen Anspruch hatte UKW auch nie, als versorgt ist immer noch die Dachantenne definiert.
Dass eine Datenrate von 72 kbits Brutto mehr als Grenzwertig ist und 64 kbits nicht akzeptabel, ist hier ja auch im Prinzip Konsens. Leider alles wegen nur ein paar Minuten SPlitting in der Stunde.

Persönlich finde ich es auch nervig, wenn eine Programmversion zig mal in der Senderliste auftaucht. Hier hätte man auch was in den standard implementieren können, dass dies auf Wunsch verhindert.
SeltenerBesucher
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von SeltenerBesucher »

Nasowas! hat geschrieben: Di 16. Mär 2021, 16:12 Daß der WDR einen zweiten DAB Kanal in Betrieb nimmt, halte ich für ziemlich unwahrscheinlich. Allein schon wegen der derzeitigen Beitragsdisskussion und der Sparmaßnahmen bei der ARD.
Der WDR müsste UKW-Sender abschalten, um eine zweite DAB+-Kette zu finanzieren. Der WDR müsste keine abgeschalteten Frequenzen zurückgeben, aber langfristig könnten die Privaten das von den Politikern fordern. Der beste Weg wäre, wenn der WDR und die LfM NRW im Westen NRWs gemeinsam die regionalen Multiplexe belegen würden. Im Osten gibt es freie Frequenzen für die Regionalmuxe, im Westen könnten WDR 2 und ein paar Lokalradios in die Muxe einziehen. In Städte wie Köln, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Dortmund, Münster, Bielefeld, Siegen und Wuppertal gehören lokale Multiplexe hin. Für die Stadtradios würden diese reichen. Die lassen sich bestimmt leichter koordinieren als diese regionalen Kacheln.
Nasowas!
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Nasowas! »

Letzteres steht nicht mehr zur Debatte. Eine Zusammenarbeit zwischen LfM und WDR gibt es aufgrund der schlechten Erfahrung des WDR bei 11D im letzten Jahrzehnt nicht mehr. 9D wurde von der LfM ausgeschrieben und die regionalen Muxe folgen demnächst. Ob der WDR tatsächlich einen zweiten Kanal in Betrieb nimmt, dazu gibt es vom WDR bis jetzt nichts offizielles, weder eine Bestätigung noch eine Absage. Angeblich gibt es Planungen. Auch das kann sein. Wie sinnvoll das ganze ist, vor allem die Finanzen betreffend, steht auf einem anderen Blatt. Aber, wie ich gestern bereits schrieb, möglich ist alles.
Badestadt
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Badestadt »

Update: Der 11D kommt jetzt bei mir konstant mit 16/16, also "volle Kracht". Das kann nur bedeuten: Hallenberg (Bollerberg) ist on Air!
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planetradio
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von planetradio »

Badestadt hat geschrieben: Mi 17. Mär 2021, 09:58 Update: Der 11D kommt jetzt bei mir konstant mit 16/16, also "volle Kracht". Das kann nur bedeuten: Hallenberg (Bollerberg) ist on Air!
Hast du eine Testfahrt auch schon gemacht?
Vor allem in Allendorf Eder dürfte er jetzt auch Vollausschlag haben?

Und Richtung Fritzlar , würde mich sehr interessieren?
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von WKUTNA »

Kommt hier ohne Dachantenne bestens an.
Indoor perfekt mit Technisat Digitradio 1 und Teleskopantenne.

Bereich Marburg
UKW: XDR-F1HD, Vert. Dipol, Hor. 8 El. Yagi auf Rotor, Norton-Verstärker in den Anschlusskästen
DAB: DIT-1000, 9 El. Yagi fixiert, 16 El. LP-Antenne auf Rotor, PGA103-Verstärker in den Anschlusskästen
Alle Verstärker ohne Vorselektion!
Badestadt
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Re: DAB(+) in NRW

Beitrag von Badestadt »

Hast du eine Testfahrt auch schon gemacht?
Hatte noch keine Zeit für eine Testfahrt. Man sollte sich aber auch keine Wunder erwarten, es ist nur 1 kW.
In Willingen z.B. dürfte es keine Verbesserungen geben, weil der gar nicht über die Berge kommt.
QTH: Bad Wildungen (400 m ü. NN)
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