DAB in BW

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antennus longus
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Re: DAB in BW

Beitrag von antennus longus »

Jassy hat geschrieben: Mi 14. Sep 2022, 21:10 Ich bin gerade im Grande Est, bzw die nördliche Elsass und Moselle unterwegs. SWR BW kommt auf 9D stets erheblich besser an, meistens sehr stabil. Den 8D ist viel schwieriger zu empfangen. In Straßburg hat der 8D schon hier und da Aussetzer produziert, wo der 9D brettstabil läuft. Ist der 8D vom Hornisgrinde so stark nach Frankreich ausgeblendet?Strahlt Baden-Baden so gut in die Rheinebene rein?

Hier ein wenig OT: Der 5C Bundesmuxx, den zweiten Bundesmux, SWR RP sowie die Saarländische Muxxe auf 9A und 9C funktioneren auf der N4, aber auch auf die Sekundäre Straßen, erstaunlich gut. Das Signal ist weitestgehend Aussetzer frei bis zum Abfahrt Saint Georges und ist auch völlig beifahrertauglich. Der 11A hat in die Tiefe Taler auf die D392 völlig Aussetzer frei funktioniert. Den SWR BW Mux ist wesentlich instabiler zu empfangen und wenn dann nur auf 9D und selten auf 8D.

Schon sehr spannend das ganze... Hätte nicht gedacht dass das ganze so weit von der Grenze so gut funktionieren soll.
Sind die DAB-Antennen der Hornisgrinde in Richtung Tal abgesenkt? Ich kenne im Nordelsaß auch Baden-Baden als Referenz, die Versorgung ist ziemlich gut, Merkur und Fremersberg sind auch nicht so extrem hoch. Aber wahrscheinlich wird bei größerer Distanz der 8D von der Hornisgrinde auch nicht stabiler ....
DH0GHU
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Re: DAB in BW

Beitrag von DH0GHU »

antennus longus hat geschrieben: Mi 14. Sep 2022, 21:35
Jassy hat geschrieben: Mi 14. Sep 2022, 21:10 Ich bin gerade im Grande Est, bzw die nördliche Elsass und Moselle unterwegs. SWR BW kommt auf 9D stets erheblich besser an, meistens sehr stabil. Den 8D ist viel schwieriger zu empfangen. In Straßburg hat der 8D schon hier und da Aussetzer produziert, wo der 9D brettstabil läuft. Ist der 8D vom Hornisgrinde so stark nach Frankreich ausgeblendet?Strahlt Baden-Baden so gut in die Rheinebene rein?

Hier ein wenig OT: Der 5C Bundesmuxx, den zweiten Bundesmux, SWR RP sowie die Saarländische Muxxe auf 9A und 9C funktioneren auf der N4, aber auch auf die Sekundäre Straßen, erstaunlich gut. Das Signal ist weitestgehend Aussetzer frei bis zum Abfahrt Saint Georges und ist auch völlig beifahrertauglich. Der 11A hat in die Tiefe Taler auf die D392 völlig Aussetzer frei funktioniert. Den SWR BW Mux ist wesentlich instabiler zu empfangen und wenn dann nur auf 9D und selten auf 8D.

Schon sehr spannend das ganze... Hätte nicht gedacht dass das ganze so weit von der Grenze so gut funktionieren soll.
Sind die DAB-Antennen der Hornisgrinde in Richtung Tal abgesenkt? Ich kenne im Nordelsaß auch Baden-Baden als Referenz, die Versorgung ist ziemlich gut, Merkur und Fremersberg sind auch nicht so extrem hoch. Aber wahrscheinlich wird bei größerer Distanz der 8D von der Hornisgrinde auch nicht stabiler ....
Meines Wissens sendet man von der Hornisgrinde nach wie vor mit der alten TV-Antenne. Da war die Hornisgrinde der Hauptversorger in der Rheinebene, z.B. im Ortenaukreis (wobei teilweise auch der Feldberg bei Abschattungen genutzt wurde). Laut Diagramm sendet man auch bevorzugt Richtung Rheinebene, anders als UKW-FM, wo es starke Einzüge gibt (nördlich Kehl, im Bereich Freistett/Lichtenau auf der ehemaligen B36, hat RDS manchmal sogar den Merkur bevorzugt, trotz freier Sicht zur Hornisgrinde). Allerdings eben Horizontal - und wenn Jassys Auto-Antenne vertikal empfängt, fehlen dann halt bis zu 20 dB. Lass es nur 10 dB sein: Die Hornisgrinde wirkt dann so "gut" wie ein 1-kW-Sender, während auf 9D zumindest Merkur und Wattkopf aus geringerer Distanz mit 5 kW bzw 4 kW ERP ankommen. In einigen Hanglagen richtung Vogesen dürfte auch noch Heidelberg mithelfen, im Nordelsass besteht weitflächig auch Sicht zu Langenbrand und zum Hohen Draberg.
Und: Im Nordelsass stehen Hornisgrinde und Feldberg/Blauen fast in einer Linie hintereinander - da könnten auch noch Laufzeitprobleme dazu kommen: Feldberg und Blauen verletzen dort deutlich das Guard-Intervall. Am extremsten natürlich oben Richutng Lauterburg/Scheibenhard: Dort liegt die Weglängendifferenz bei ca. 83 bzw 97 km. Und ja, teils besteht noch dort oben Radio-Sicht zum Blauen. Der sendet Vertikal mit 10 kW. 137 km vs. 40 km macht 11 dB mehr Streckendämpfung. Das würde schon bei gleicher Polarisation knapp werden - mit 10 dB Polarisationsdämpfung dürften sich Hornisgrinde und das Gespann Blauen/Feldberg (der ist noch näher...) gegenseitig auslöschen.

Weiter südlich, im Versorgungsgebiet der Hornisgrinde, ist das dann kein Problem mehr: In Kehl beispielsweise sind es 30 km zur Hornisgrinde (östlich), 80 km zum Feldberg, 90 km zum Blauen - maximales Delta 60 km, also deutlich noch im Guard-Intervall..
QTH: Obersöchering/JN57OR, zeitweise Kehl/JN38VN
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freiwild
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Re: DAB in BW

Beitrag von freiwild »

freiwild hat geschrieben: Mi 14. Sep 2022, 19:23 Gerade aufgefallen: im Mux SWR BW N (vermutlich auch in den anderen) ist "New Pop Festival" (Shortlabel: "NewPop") aufgeschaltet worden.

Inhaltlich gerade identisch zu SWR3, aber mit eigener Slideshow.
Zu den Bitraten: Die SWR4-Regionalversionen sind von 112 kbps auf 96 kbps runter; "New Pop Festival" hat auch 96 kbps. Bei den anderen Programmen keine Änderungen.
Wie sieht es in Rheinland-Pfalz aus?
antennus longus
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Re: DAB in BW

Beitrag von antennus longus »

freiwild hat geschrieben: Do 15. Sep 2022, 08:53
freiwild hat geschrieben: Mi 14. Sep 2022, 19:23 Gerade aufgefallen: im Mux SWR BW N (vermutlich auch in den anderen) ist "New Pop Festival" (Shortlabel: "NewPop") aufgeschaltet worden.

Inhaltlich gerade identisch zu SWR3, aber mit eigener Slideshow.
Zu den Bitraten: Die SWR4-Regionalversionen sind von 112 kbps auf 96 kbps runter; "New Pop Festival" hat auch 96 kbps. Bei den anderen Programmen keine Änderungen.
Wie sieht es in Rheinland-Pfalz aus?
SWR4 RP ist bei 80 kbps
Harald Z
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Re: DAB in BW

Beitrag von Harald Z »

Brandenkopf Neueintrag ab 53,1 m 15,43 - koordiniert sind 5 kW.
Von den acht LogPer Antennen zeigen jeweils zwei Horizontale nach 35° und 220°
Und jeweils zwei Vertikale nach 125° und 310° (wobei über 310° 3dB weniger Leistung kommt).
https://www.bundesnetzagentur.de/emf-ka ... x?fid=8297
maroon6
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Re: DAB in BW

Beitrag von maroon6 »

Harald Z hat geschrieben: Mi 21. Sep 2022, 20:08 Brandenkopf Neueintrag ab 53,1 m 15,43 - koordiniert sind 5 kW.
Von den acht LogPer Antennen zeigen jeweils zwei Horizontale nach 35° und 220°
Und jeweils zwei Vertikale nach 125° und 310° (wobei über 310° 3dB weniger Leistung kommt).
https://www.bundesnetzagentur.de/emf-ka ... x?fid=8297
Dann startet dort bald der 11B.
antennus longus
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Re: DAB in BW

Beitrag von antennus longus »

Welche Erfahrungen habt ihr mit der Murgtal-Funzel? Bin heute von Freudenstadt bis KA mit der Bahn und da füllt der DAB Sender Draberg eine gute Lücke. Allerdings auch erst so ab Raumünzach. Allerdings ist mir die UKW Abdeckung suspekt. Hornisgrinde und Merkur kamen vielerorts besser rein. Hat der überhaupt noch seinen Zweck oder kann man da analog bald abschalten?
maroon6
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Re: DAB in BW

Beitrag von maroon6 »

antennus longus hat geschrieben: So 25. Sep 2022, 17:37 Welche Erfahrungen habt ihr mit der Murgtal-Funzel? Bin heute von Freudenstadt bis KA mit der Bahn und da füllt der DAB Sender Draberg eine gute Lücke. Allerdings auch erst so ab Raumünzach. Allerdings ist mir die UKW Abdeckung suspekt. Hornisgrinde und Merkur kamen vielerorts besser rein. Hat der überhaupt noch seinen Zweck oder kann man da analog bald abschalten?
Es fehlt für eine flächendeckende Versorgung immer noch was für die südlichen Baiersbronner Ortsteile. Der Sender Baiersbronn auf dem Rinkenkopf geht mit Ach und Krach bis Huzenbach, Schwarzenberg und Schönmünzach sind immer noch mit DAB+ unversorgt. Erst weiter talabwärts übernimmt der Draberg, und ab Gernsbach und Gaggenau hat man zusätzlich Blick zum Merkur. Ab hier geht dann freilich auch der 11B. Die Bundesmuxe dagegen gehen erst auf halber Strecke zwischen Gaggenau und Rastatt, da der Fremersberg nicht ins Murgtal strahlt und ausgerechnet der Merkur im Weg steht. Blöd für Schwarzwaldradio, die sind im gesamten Murgtal nicht zu hören.

Den Draberg benötigt man auch auf UKW für Forbach, hier ist der Merkur zu schwach und die Hornisgrinde völlig abgeschattet.
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