DAB in Bayern

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Kohlberger91
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Kohlberger91 » Mi 14. Aug 2019, 12:47

Für DXer mit Dachantenne wird halt nicht geplant bzw danach gegangen. Sehe 10A Unterfranken mit Südbayern. Bei UKW hast so hohe Abstände erst überhaupt nicht. Mit 1.5kW von Landshut aus wird das zuständige 10C Nürnberg Gebiet nicht beeinträchtigt und nur danach wird gegangen.

Holdudieladio
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Holdudieladio » Mi 14. Aug 2019, 13:48

Kohlberger91 hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 12:47
Für DXer mit Dachantenne wird halt nicht geplant bzw danach gegangen. Sehe 10A Unterfranken mit Südbayern. Bei UKW hast so hohe Abstände erst überhaupt nicht. Mit 1.5kW von Landshut aus wird das zuständige 10C Nürnberg Gebiet nicht beeinträchtigt und nur danach wird gegangen.
Warum gibt es hier nur immer Leute, die solche Kampfkoordinationen noch verteidigen ? Es gäbe sicher genug andere Frequenzen, die wirklich keinen stören würden, aber nein, die lässt man da lieber frei. Wahrscheinlich passt es wieder einigen Strategen nicht, wenn dank Dillberg die Nürnberger Sender auch im Raum Ingolstadt oder Regensburg und dazwischen gehört werden. Also stellt man einen Gleichkanal-Störer auf.
Dass man wegen Frequenzmangel bei UKW solche Abstände nicht (mehr) hat, sollte eigentlich kein Argument bei DAB+ sein. Aber ich mutmaße, dass das mit Absicht so gemacht wird.

Saxius
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Saxius » Mi 14. Aug 2019, 15:12

Holdudieladio hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 13:48
Kohlberger91 hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 12:47
Für DXer mit Dachantenne wird halt nicht geplant bzw danach gegangen. Sehe 10A Unterfranken mit Südbayern. Bei UKW hast so hohe Abstände erst überhaupt nicht. Mit 1.5kW von Landshut aus wird das zuständige 10C Nürnberg Gebiet nicht beeinträchtigt und nur danach wird gegangen.
Warum gibt es hier nur immer Leute, die solche Kampfkoordinationen noch verteidigen ? Es gäbe sicher genug andere Frequenzen, die wirklich keinen stören würden, aber nein, die lässt man da lieber frei. Wahrscheinlich passt es wieder einigen Strategen nicht, wenn dank Dillberg die Nürnberger Sender auch im Raum Ingolstadt oder Regensburg und dazwischen gehört werden. Also stellt man einen Gleichkanal-Störer auf.
Dass man wegen Frequenzmangel bei UKW solche Abstände nicht (mehr) hat, sollte eigentlich kein Argument bei DAB+ sein. Aber ich mutmaße, dass das mit Absicht so gemacht wird.
Da gebe ich Dir Recht!
Von Landshut zur A92 wo der 10C noch geht vom Dillberg her sind es gerade mal 30 Kilometer.
Das hat man bei der Kampfkoordination des 10A Unterfranken und 10A Oberbayern/Schwaben nicht.

Scrat
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Scrat » Mi 14. Aug 2019, 15:29

Saxius hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 15:12
Von Landshut zur A92 wo der 10C noch geht vom Dillberg her sind es gerade mal 30 Kilometer.
Das hat man bei der Kampfkoordination des 10A Unterfranken und 10A Oberbayern/Schwaben nicht.
So? Hier in Neumarkt geht am Nordfenster der 10A Unterfranken und am Südbalkon der 10A Oberbayern.
Wenn ich das nicht Kampfkoordination nenne ^^

"Genug andere Frequenzen" ist so einfach gesagt. Manche sind bereits vorbelegt, manche dürfen nicht verwendet werden usw. usf.
Wenn man sich mal auf einen DXer Platz begibt stellt man mittelerweile schnell fest dass das Band langsam voll wird.

Und Nürnberg hat in Landshut nunmal gar nichts verloren. Das wären 90km über dem eigentlichen Versorgungsgebiet.
So schön das ist, Programme von weiter her zu empfangen.
Da kann ich Veranstalter verstehen die da auf die Barrikaden gehen würden.

Thomas(Metal)
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Thomas(Metal) » Mi 14. Aug 2019, 17:24

Scrat hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 15:29
So? Hier in Neumarkt geht am Nordfenster der 10A Unterfranken und am Südbalkon der 10A Oberbayern.
Wenn ich das nicht Kampfkoordination nenne ^^
Manfred Z hat wohl für einige umsonst kürzlich geschrieben. Bayernweite Bedeckungen sind 10A, 10D, 11D und 12D. 10A ist also keineswegs eine Kampfkoordinierug für regionale Bedeckungen.
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Holdudieladio
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Holdudieladio » Mi 14. Aug 2019, 17:33

Scrat hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 15:29
Und Nürnberg hat in Landshut nunmal gar nichts verloren. Das wären 90km über dem eigentlichen Versorgungsgebiet.
So schön das ist, Programme von weiter her zu empfangen.
Da kann ich Veranstalter verstehen die da auf die Barrikaden gehen würden.
Wenn der 10C nur für Nürnberg/Fürth/Erlangen sein sollte, wozu hat man dann denn den Dillberg in Betrieb genommen ?
Der versorgt ja auch Neumarkt mit, wo man auch argumentieren könnte, dass "die Nürnberger da nichts verloren haben".
Zudem war der ja ursprünglich sogar mit 20 kW koordiniert. Darüber hätte ich mich sehr gefreut.
Mag sein, dass da Veranstalter in Ingolstadt und Regensburg "auf die Barrikaden" gehen, aber das kann doch nicht das
Maß der Dinge sein.

Da kann ich die Hörer verstehen, die von sowas genervt sind und dann doch lieber über Internet hören, weil einem
da keiner vorschreibt, welcher Sender wo was zu suchen hat und wo nicht.
So macht Radio nämlich keinen Spass. Und Veranstalter, die wegen Overspill anderer Sender "auf die Barrikaden gehen",
sind mir schon gleich mal ziemlich unsympathisch. Die schalte ich dann erst recht nicht ein. Zumal die meisten von denen
eh kein g'scheites Programm machen, das ich mir gerne anhören würde.

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Re: DAB in Bayern

Beitrag von ontheair » Mi 14. Aug 2019, 17:35

Kohlberger91 hat geschrieben: Für DXer mit Dachantenne wird halt nicht geplant bzw danach gegangen.
Ich sehe das gar nicht so sehr aus Sicht eines DXers. Eher aus der Sicht des Hörers der möglicherweise pendelt, sich täglich über die große Reichweite freut - und die ist dann plötzlich weg weil ein anderes Ensemble im gleichen Kanal stört. Das sind genau die Effekte aus dem überbelegten UKW-Band, die man bei DAB+ vermeiden wollte. Und nun führt man sie möglicherweise künstlich herbei.

Oder nehmen wir die Sicht der Programmanbieter: Viele waren in Bayern anfangs ja nicht ganz freiwillig bei DAB+ dabei. Nun wird dieser Verbreitungsweg aber langsam auch monetär relevant (ja, sehr weit hinter UKW, trotzdem) und man sieht in der größeren Reichweite endlich einen Vorteil der die jahrelang bezahlten Kosten zu rechtfertigen beginnt. Und kaum steigt die Akzeptanz auch bei den Veranstaltern, vergällt man ihnen die Sache wieder in der technischen Begrenzung der Reichweite durch eine Frequenzkoordination die man wohl auch anders hätte machen können.
Scrat hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 15:29
Und Nürnberg hat in Landshut nunmal gar nichts verloren. Das wären 90km über dem eigentlichen Versorgungsgebiet.
So schön das ist, Programme von weiter her zu empfangen.
Da kann ich Veranstalter verstehen die da auf die Barrikaden gehen würden.
Gerade da würden mir zuerst die Nürnberger Veranstalter einfallen, die berechtigterweise auf die Barrikaden gehen könnten (es aber meines Wissens nach nicht tun). Immerhin "wildern" die beiden Ansbacher Privatradios auch in Nürnberg und weit darüber hinaus weil man sie knallhart auf den Mittelfranken-Mux aufgeschaltet hat. Und da reden wir nicht von Overspill oder einer technisch bedingten Überreichweite sondern von einem bewusst begangenen Verwaltungsakt.

Thomas(Metal)
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Thomas(Metal) » Mi 14. Aug 2019, 17:52

Holdudieladio hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 17:33

Wenn der 10C nur für Nürnberg/Fürth/Erlangen sein sollte, wozu hat man dann denn den Dillberg in Betrieb genommen ?
Der versorgt ja auch Neumarkt mit, wo man auch argumentieren könnte, dass "die Nürnberger da nichts verloren haben".
Bayern, Planungsregion 7. Dazu gehören auch die Landkreise RH und LAU.
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Kohlberger91 » Mi 14. Aug 2019, 18:15

Holdudieladio hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 13:48
Kohlberger91 hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 12:47
Für DXer mit Dachantenne wird halt nicht geplant bzw danach gegangen. Sehe 10A Unterfranken mit Südbayern. Bei UKW hast so hohe Abstände erst überhaupt nicht. Mit 1.5kW von Landshut aus wird das zuständige 10C Nürnberg Gebiet nicht beeinträchtigt und nur danach wird gegangen.
Warum gibt es hier nur immer Leute, die solche Kampfkoordinationen noch verteidigen ? Es gäbe sicher genug andere Frequenzen, die wirklich keinen stören würden, aber nein, die lässt man da lieber frei. Wahrscheinlich passt es wieder einigen Strategen nicht, wenn dank Dillberg die Nürnberger Sender auch im Raum Ingolstadt oder Regensburg und dazwischen gehört werden. Also stellt man einen Gleichkanal-Störer auf.
Dass man wegen Frequenzmangel bei UKW solche Abstände nicht (mehr) hat, sollte eigentlich kein Argument bei DAB+ sein. Aber ich mutmaße, dass das mit Absicht so gemacht wird.
Ich hab gar nichts verteidigt. Ich hab nur gesagt wie es ist. Nur erklärt warum das so gemacht wird. Ob ich das schön finde steht wieder auf einen ganz andern Blatt!. Es ist ja nicht mal sicher ob überhaupt was kommt in Landshut. Der Bundesmux2 kommt jedenfalls nicht so schnell. Die einzigen Kanäle die großartig frei aussehen sind die im Block 6. Schaut man sich aber genauer an wird man feststellen das da auch schon zugeteilt oder angefragt sind von die Tschechien und Österreicher. Das DAB Band wird immer voller. Egal wechler Kanal man später zukünftig nehmt... es wird immer ander darunter leiden.

Scrat
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Scrat » Mi 14. Aug 2019, 20:13

Holdudieladio hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 17:33

Wenn der 10C nur für Nürnberg/Fürth/Erlangen sein sollte, wozu hat man dann denn den Dillberg in Betrieb genommen ?
Der versorgt ja auch Neumarkt mit, wo man auch argumentieren könnte, dass "die Nürnberger da nichts verloren haben".
Zudem war der ja ursprünglich sogar mit 20 kW koordiniert. Darüber hätte ich mich sehr gefreut.
Um eben die Abdeckung zu verbessern wo der FMT nicht gut hinkommt.
Neumarkt ist 10km neben der geplanten Abdeckung, das kann man wohl nicht ganz mit Landshut vergleichen?
Warum der Dillberg in den Süden nicht abgeblendet wurde so wie 11A in den Norden kann ich nicht nachvollziehen.

Ach Radio macht nur Spass wenn man Programme aus Norwegen etc. hören kann oder wie?
Du vergisst das die Nürnberger vorher über UKW nur 20-30km Stereoradius hatten....

Jetzt zu meckern weil man sie 100km südlich nicht mehr mit Dachantenne empfangen könnte. Auweia.
Da hörst du wirklich lieber Internet. Das hat nämlich absolut nichts mit "vorschreiben" zu tun sondern mit Refinanzierbarkeit.

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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Holdudieladio » Mi 14. Aug 2019, 21:36

Scrat hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 20:13
Du vergisst das die Nürnberger vorher über UKW nur 20-30km Stereoradius hatten....

Jetzt zu meckern weil man sie 100km südlich nicht mehr mit Dachantenne empfangen könnte. Auweia.
Da hörst du wirklich lieber Internet. Das hat nämlich absolut nichts mit "vorschreiben" zu tun sondern mit Refinanzierbarkeit.
Wo man ja mit DAB+ sonst schon selbst öffentlich-rechtliche Sender, die auf UKW einen 100-km-Stereoradius haben, auf 30 km
"kastriert", hatte mich das sowieso schon sehr gewundert. Aber eben auch gefreut.

Wenn man die erhöhte Reichweite dann aber mit "Störsendern" wieder zufunzelt, hat das rein gar nichts mit "Refinanzierbarkeit" zu tun,
weil der FMT so oder so dort hin strahlt und den Strom verbraucht, ob man sein Signal stört oder nicht. Das macht sich auf der
Rechnung also gar nicht mal bemerkbar. Und ja, über solchen Unsinn darf man auch meckern.

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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Kohlberger91 » Do 15. Aug 2019, 07:01

Thomas(Metal) [quote=Thomas(Metal) hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 17:24
Scrat hat geschrieben:
Mi 14. Aug 2019, 15:29
So? Hier in Neumarkt geht am Nordfenster der 10A Unterfranken und am Südbalkon der 10A Oberbayern.
Wenn ich das nicht Kampfkoordination nenne ^^
Manfred Z hat wohl für einige umsonst kürzlich geschrieben. Bayernweite Bedeckungen sind 10A, 10D, 11D und 12D. 10A ist also keineswegs eine Kampfkoordinierug für regionale Bedeckungen.
Naja man hätte allerdings für OBB/Schwaben auch gleich 10D belassen können. Die Region würde als letztes umgestellt von 10D Bayern auf 10A Bayern, das dann zu OBB/Schwaben würde.

Auch ich kann beide 10A in der Oberpfalz empfangen. Dazu muß man allerdings ausblenden einen. Mit 10A Unterfranken und 10D OBB/Schwaben hätte man beide hier, so muß man sich entscheiden.

Ein Bayernweiter Kanal wie 10A darf also großflächig Regional schon 2x genutzt werden, ein Lokalkanal dagegen keinfĺächrig nicht? Find ich interessant das man das nicht vergleichen darf. Sind Lokalkanäle nicht dazu da um sie eben Lokal zu benutzen und an andere Stelle wieder Lokal her zunehmen? Gut das mag Verteidigung sein. Nur überlegt einmal. Aus Dexer Sicht kann man 10C irgendwie überall in Bayern loggen. Der eine geht auf Berg, der nächste hat eine günstige stelle,der andere betreibt riesen Aufwand. Demnach dürfte man 10C in ganz Bayern nicht mehr einsetzten. Wäre dann gleich gesetzt mit einen Ladesweiten Kanal und da fehlt mir die Sinnhaftigkeit für eine Lokal zugeteilte Frequenz.


Voralpenmux war zuerst auf 10B geplant, hat uns nicht gepasst weil Wendelstein und Ochenkopf in der Mitte von Bayern zu bekommen ist. Da hätte man die selben effektivte gehabt wie mit 10A. Zum Glück würde es dann 7A. Allerdings geht halt bei starken Tropo nun kein 7A aus der Schweiz mehr. Ganz ohne Kompromisse geht nicht.

Wie weit darf ein Mux nach euer Meinung nicht gestört werden bzw. ab wann darf man einen Kanal wieder neu belegen bzw benutzen? Das würde mich mal interessieren. Wo fängt man Grenzen zu ziehen oder besser gesagt wo sollte man anfangen? Es gibt auch Dxer hier den es gar nicht passt das die Tschechien ebenso 12C benutzten wie die Schweizer. Auf UKW haben die beides also CH und CZ aber auf DAB nicht. Nur muß man sich da dir Verhältnismäßigkeit sehen. CH-CZ sind ca. 400km auseinander.. Brandenburg und Oberfranken wäre auch ein Beispiel was einigen in der Mitte zwischen die 2 Länder nicht passt. klar ist das ärgerlich nur muß man da die Verhältnismäßigkeit auch sehen? Ich kann beides Seiten Nachvollziehen, sowohl den Dxer der die Möglichkeit genommen wird was zu empfangen was nicht Ortsüblich ist als auch die Planer.

RADIO354
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von RADIO354 » Do 15. Aug 2019, 10:11

In meiner Wohnregion stören sich auf dem 8 B zwei Muxe gegenseitig.
Der Eine wird aus 20 Km gesendet, der Andere aus 70 Km Entfernung. Falls das so bleibt und die Planungen für den Allgäumux in 2020 mit der Aufschaltung
von Pfänder weitergehen wird der Abstand zwischen den Beiden Hier 20 Km gegen 40 Km sein. Wohlgemerkt Unterschiedliche Muxe auf Gleicher Frequenz.
Die Antennen der Standorte ( Vilters Maienberg <===> Pfänder ) befinden sich in Optischer Sicht zueinander.

Mit Fernempfang hat das nichts mehr zu tun. Da die Entwicklung in dem Bereich eher langsam voranschreitet bleibt ja noch Zeit für eine Eventuelle Änderung.
VU+ Duo2 ; microspot RA-318/ 319; Degen DE 1103 mit 2x 80 khz Filtern, Pure Sensia, Dual DAB 102
Antennen : Band III : 4 Elementyagi / SAT : 88 cm @ 19,2° East.
Mobilbetrieb : Autodab Ford Fiesta / Philips DA 9011/ 2
QTH Ostschweiz/ Region Werdenberg

Thomas(Metal)
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Thomas(Metal) » Do 15. Aug 2019, 10:43

@ Kohlberger91
Natürlich bin ich nicht davon begeistert. Der 10C aus Nbg stellt für mich klar ein (das?) Sahnestück dar. Ich kann mich da durchaus in die Position im Raum IN versetzen: Zunächst schlechter Empfang, DXers großer Lohn war der stabile Empfang. Dann kam Dillerg und nun liest man von einem 10C aus LA :-(
Was Ufr und Opf betrifft, so werden 10A und 12D zu räumen sein. In der BNetzA-Liste stehen 7C für Ufr und Ndb+Opf (beide Regierungsbezirke!) drin. Die Freude hält sich bei mir ein deutlichen Grenzen wenn dann bei mir der Dillberg den Kreuzberg abschießen wird. Da werde ich auch mit der Richtantenne nichts mehr machen können. 30km und Sichtverbindung zum Dillberg sprechen eine eindeutige Sprache.
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Re: DAB in Bayern

Beitrag von Holdudieladio » Do 15. Aug 2019, 11:50

Kohlberger91 hat geschrieben:
Do 15. Aug 2019, 07:01
Ein Bayernweiter Kanal wie 10A darf also großflächig Regional schon 2x genutzt werden, ein Lokalkanal dagegen keinfĺächrig nicht? Find ich interessant das man das nicht vergleichen darf. Sind Lokalkanäle nicht dazu da um sie eben Lokal zu benutzen und an andere Stelle wieder Lokal her zunehmen? Gut das mag Verteidigung sein. Nur überlegt einmal. Aus Dexer Sicht kann man 10C irgendwie überall in Bayern loggen. Der eine geht auf Berg, der nächste hat eine günstige stelle,der andere betreibt riesen Aufwand. Demnach dürfte man 10C in ganz Bayern nicht mehr einsetzten. Wäre dann gleich gesetzt mit einen Ladesweiten Kanal und da fehlt mir die Sinnhaftigkeit für eine Lokal zugeteilte Frequenz.

Voralpenmux war zuerst auf 10B geplant, hat uns nicht gepasst weil Wendelstein und Ochenkopf in der Mitte von Bayern zu bekommen ist. Da hätte man die selben effektivte gehabt wie mit 10A. Zum Glück würde es dann 7A. Allerdings geht halt bei starken Tropo nun kein 7A aus der Schweiz mehr. Ganz ohne Kompromisse geht nicht.

Wie weit darf ein Mux nach euer Meinung nicht gestört werden bzw. ab wann darf man einen Kanal wieder neu belegen bzw benutzen? Das würde mich mal interessieren. Wo fängt man Grenzen zu ziehen oder besser gesagt wo sollte man anfangen? Es gibt auch Dxer hier den es gar nicht passt das die Tschechien ebenso 12C benutzten wie die Schweizer. Auf UKW haben die beides also CH und CZ aber auf DAB nicht. Nur muß man sich da dir Verhältnismäßigkeit sehen. CH-CZ sind ca. 400km auseinander.. Brandenburg und Oberfranken wäre auch ein Beispiel was einigen in der Mitte zwischen die 2 Länder nicht passt. klar ist das ärgerlich nur muß man da die Verhältnismäßigkeit auch sehen? Ich kann beides Seiten Nachvollziehen, sowohl den Dxer der die Möglichkeit genommen wird was zu empfangen was nicht Ortsüblich ist als auch die Planer.
Der 10C aus Nürnberg ist seit der Aufschaltung des Dillbergs von einem Lokalkanal eher schon zu einem Regionalkanal geworden. Und es steht ja noch im Raum, dass der auch noch am Büttelberg aufgeschaltet wird. Und bei Treuchtlingen. Also das wäre dann schon ein ziemlich grosses Gebiet.

Meiner Meinung nach sollte man einen Kanal so weit nicht stören, wie man ihn im Auto oder zuhause noch mit einer normalen Antenne empfangen kann, auch in den Randzonen nicht. Die Reichweiten sind ja sehr unterschiedlich. Der Dillberg ist etwa in einem 85 km - Radius hörbar. Man könnte ihn also mit guter Antenne auf der A93 im Auto noch empfangen. Auch im 80 km entfernten Mainburg dürfte es noch gehen. In der Gegend würde ein Sender Altdorf aber schon alles platt machen, wenn er denn mit 1,5 kW rund senden würde. Wenn man aber, wie bei den von dort ausgestrahlten UKW-Programmen Einzüge lassen würde (die sind in Richtung A93 und Mainburg gut abgeschirmt), dann gäbe es wahrscheinlich keine Störungen.

Der Ochsenkopf und der RBB kommen sich erst ab Chemnitz in Sachsen und in Sachsen-Anhalt "in die Quere", wirklich schon weitab vom eigentlichen Sendegebiet des BR, wo ein brauchbarer Empfang nur noch mit Dachantenne möglich wäre.
In Weinböhla bei Dresden, wo ein gewisser "Staxe" über den Elbhängen eine Antenne auf einer Kiefer montiert hatte, um dort noch Bayern aus 180 km Entfernung und Hessen aus 270 km Entfernung hören zu können, sind unter "Normalbedingungen" im Autoradio oder mit einer Wurfantenne zuhause aber wohl weder Bayern noch Hessen hörbar. Somit ist es völlig ok, wenn der RBB da auf dem selben Kanal sendet.
Würde man 10B und 12D aber bereits gleich jenseits der bayerischen Grenze, z.B. bei Plauen oder im Thüringer Wald, schon wieder belegen, wo die Bayern natürlich noch gut empfangbar sind, dann wäre das schon eine ziemlich miese Nummer.

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