DAB(+) in NRW
Re: DAB(+) in NRW
Die Sendeleistung wird so bemessen sein, dass die Versorgungszielstellungen der Medienanstalt erfüllt werden. Belastbare Aussagen können JETZT noch nicht getroffen werden.
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Spacelab
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Re: DAB(+) in NRW
Ja unter Laborbedingungen. Im realen Leben ist das total unterschiedlich da UKW auf andere Störungen sehr empfindlich reagiert als DAB+. Hinzu kommen die unterschiedlichen Protection Levels bei DAB+. In der freien Wildbahn gibt es da keine irgendwie geartete realistische Umrechnungsformel.zerobase now hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 11:51 War da nicht mal die Rede von 10% der Leistung, also 10 KW DAB entspricht ca. 100 KW UKW?
Mal ganz blöd gefragt: ist es überhaupt (politisch) so gewollt das ein Campus Radio die ganze Stadt versorgt? Denn wenn es nur um die Versorgung des Campus geht könnte man, jetzt nur mal als bildliches Beispiel, auch ein 30 Watt DAB+ Senderchen mit PL 1-A auf das höchste Gebäude des Campus setzen und fertig wäre die Laube. Das wäre (relativ) günstig zu realisieren und der Kanal wäre ein paar Kilometer weiter schon wieder frei für das nächste Campus Radio oder sonstige Small Scale Projekt.
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Nicoco
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Re: DAB(+) in NRW
Jein, rechtlich gesehen sind (und bleiben wohl auch) die Campusradios in NRW kein klassischer Rundfunk sondern eben nur Einrichtungsfunk.
Deshalb und auch wegen der hohen Kosten, sind die flächendeckenden Regiomuxe kein Thema für die Campusradios.
Die vorhandene UKW-Frequenzausstattung der Campusradios lässt allerdings in einigen Fällen (u.a. Bochum & Duisburg-Essen) deutlich mehr zu als Einrichtungsfunk.
Ich würde es so sagen, dass es toleriert wird, wenn deutlich mehr als das Campus versorgt wird, auch wenn das kein direktes Ziel ist.
Es bleibt daher abzuwarten, wie die LfM die DAB-Verbreitungsgebiete (Polygone) des Pilotversuchs festlegen wird, ob man wirklich nur die Campusgebiete + Umkreis oder annähernd die betreffenden Stadtgebiete flächendeckend versorgen möchte.
Ich persönlich würde tatsächlich eher auf zweiteres tippen, ansonsten wäre dieser Versuch schon relativ sinnfrei.
DAB-Empfangsprognosen: DABplus.info
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Nicoco
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Re: DAB(+) in NRW
Ein Update zum kommenden Münsterland-Mux, die provisorische Antenne in Recklinghausen wurde mittlerweile montiert.
Einem Sendestart im Juli steht somit nichts mehr im Wege.
Einem Sendestart im Juli steht somit nichts mehr im Wege.
DAB-Empfangsprognosen: DABplus.info
Re: DAB(+) in NRW
Aber was für einen Sinn wäre dann eine DAB+ Ausstrahlung für die Campusradios in Duisburg und Bochum, wenn sie über DAB+ nur einen kleinen minemalen Teil ihres UKW Empfangsgebiet abdecken?Nicoco hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 12:31 Die vorhandene UKW-Frequenzausstattung der Campusradios lässt allerdings in einigen Fällen (u.a. Bochum & Duisburg-Essen) deutlich mehr zu als Einrichtungsfunk.
Ich würde es so sagen, dass es toleriert wird, wenn deutlich mehr als das Campus versorgt wird, auch wenn das kein direktes Ziel ist.
Es bleibt daher abzuwarten, wie die LfM die DAB-Verbreitungsgebiete (Polygone) des Pilotversuchs festlegen wird, ob man wirklich nur die Campusgebiete + Umkreis oder annähernd die betreffenden Stadtgebiete flächendeckend versorgen möchte.
Ich persönlich würde tatsächlich eher auf zweiteres tippen, ansonsten wäre dieser Versuch schon relativ sinnfrei.
Zuletzt geändert von Veronica am Mi 10. Jun 2026, 18:23, insgesamt 1-mal geändert.
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Nicoco
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Re: DAB(+) in NRW
Wenig Sinn, deshalb habe ich das ja auch so formuliert? 
DAB-Empfangsprognosen: DABplus.info
Re: DAB(+) in NRW
Ob man diesem ehrenamtlichen Haufen wie RadioQ Münster so etwas hochwertiges wie DAB in die Hand drücken sollte.... einfach mal auf die 103,.9 Steinfurt schalten. Ein Jahr lang nur einen Träger ohne Ton, , aktuell wird "Digital" geübt. Eine Sekunde Audio, dann eine Sekunde Pause, dann wieder eine Sekunde Audio. Was soll das ? Ton an, aus, an,aus an,aus ....
Re: DAB(+) in NRW
Wäre der Einrichtungsfunk jetzt der letzte und siebte Layer, der jedem Bundesland zusteht? Wenn dem so wäre, sollte man den Layer zumindest auf das Stadtgebiet ausdehnen bzw. ähnlich wie die Lokalmuxe in den Niederlanden. Oder würde das die Lokalsender zu sehr in Versuchung bringen dann später darauf zu wechseln?
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SeltenerBesucher
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Re: DAB(+) in NRW
Die Campusradios sind als Hochschulradios im Landesmediengesetz nur in NRW verankert. Im Prinzip sind sie das, was NKLs oder Offene Kanäle in anderen Bundesländern sind.thomon hat geschrieben: ↑Mi 10. Jun 2026, 21:15 Wäre der Einrichtungsfunk jetzt der letzte und siebte Layer, der jedem Bundesland zusteht? Wenn dem so wäre, sollte man den Layer zumindest auf das Stadtgebiet ausdehnen bzw. ähnlich wie die Lokalmuxe in den Niederlanden. Oder würde das die Lokalsender zu sehr in Versuchung bringen dann später darauf zu wechseln?
Sie sind aus dem Bürgerfunk hervorgegangen, damit die Lokalradios nicht zu viel Arbeit mit den Tonbändern der Unifunker haben, wurden diese ausgelagert. So wurden die nahezu letzten halbwegs brauchbaren Stadtfrequenzen an nicht kommerzielle Anbieter vergeben, damit sich der Lokalfunk prächtig weiterentwickeln kann.
Kein Einrichtungsfunk bekommt 300 Watt UKW-Frequenzen. Die Rangfolge bei der Vergabe von Frequenzen haben ich schon oben skizziert. Jedes Landesmediengesetz ist halt individuell.
Grundsätzlich steht jedem Bundesland und Nachbarland die gleiche Bandbreite im Band VHF III zu, also 1x 7 MHz für einen TV-Kanal im VHF III Bereich bzw. 4x 1,5 MHz für DAB+ Kanäle und die regulären 3 Layer für DAB+, also insgesamt 7x 1,5 MHz.
Tschechien und die Niederlande habe schon 8x 1,5 MHz international koordiniert. Die Niederlande nutzt 1,5 MHz für PMSE und ein Layer wurde nur in der Metropolregion geplant und bis jetzt nicht ausgeschrieben.
Tschechien hat aus seinen zwei landesweiten 9B und 9D Layern einen Mux gebastelt, weil man die Anzahl der landesweiten Layer gering halten wollte.
In Deutschland haben die Bundesländer der BnetzA vor 10 Jahren ihre Wünsche geäußert und wenn sie Bedarf anmelden, bekommen sie die bestellten Frequenzen erst 4-5 Jahre später und unvollständig.
Für die Lokalradios wären die lokalen Multiplexe ideal, um zu regionalisieren. Nehmen wir mal an, Radio Bonn/Rhein-Sieg würde im Landesmux Werbung für den Kreis und im Stadtmux für Bonn ausstrahlen. Ich gönne den Campusradios ihre Multiplexe, aber sie könnten den Betrieb leichter finanzieren, wenn sie Slots kommerziell vermerkten könnten. Ich würde ihnen 2 kW statt 200 Watt gönnen.
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frank.koriander
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Re: DAB(+) in NRW
...und da das alles ein netter Testbetrieb ist, würde ich die Muxe auch für Privatradios oder andere nicht-kommerzielle Projekte öffnen. Wie in den Niederlanden beim Testbetrieb für die Lokale Omroepen, wo auch zig Piratensender oder Hobbyradios erstmals für ganz wenig Geld legal über Antenne funken durften.SeltenerBesucher hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 12:00
Für die Lokalradios wären die lokalen Multiplexe ideal, um zu regionalisieren. Nehmen wir mal an, Radio Bonn/Rhein-Sieg würde im Landesmux Werbung für den Kreis und im Stadtmux für Bonn ausstrahlen. Ich gönne den Campusradios ihre Multiplexe, aber sie könnten den Betrieb leichter finanzieren, wenn sie Slots kommerziell vermerkten könnten. Ich würde ihnen 2 kW statt 200 Watt gönnen.
Aber da Medienanstalten mit Vielfalt so ihre Probleme haben, sehe ich diese Möglichkeit nicht. Lieber also dann die Leere in den völlig überteuerten Regio-Muxen...
Und wenn alle 12 Campus-Radios mitmachen, wäre der Mux auch (je nach Fehlerschutz/Datenrate) freilich auch voll.
Zuletzt geändert von frank.koriander am Do 11. Jun 2026, 12:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Spacelab
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Re: DAB(+) in NRW
Ich staune ja doch das (rechtlich gesehen) Einrichtungsfunk mal eben mit 2kW und womöglich noch mehr senden soll. 20 oder 30 Watt Sender aufs Grundstück, PL1 damit nicht jede bei TEMU bestellte LED Funzel stört, und fertig ist die Laube. Dann muss man auch nicht Kapazitäten an irgendwelche Verlags-/Lokalfunker vermieten um den Spaß finanzieren zu können. Und das ganze über Werbung finanzieren dürfte bei einem nicht kommerziellen Einrichtungsfunk auch... sagen wir mal "schwierig" werden. Aber vielleicht übersehe ich hier auch was oder sehe das zu streng. Ich komme halt nicht aus NRW sondern aus dem Saarland und hier wurde schon vor Jahrzehnten von der LMSaar, noch während der Testphase, dem Uniradio gnadenlos der Stecker gezogen. Denen war ja schon das 10 Watt UKW Senderchen mit dem man kaum den Campus störungsfrei versorgen konnte und die Kabeleinspeisung in Saarbrücken zu viel. 
Re: DAB(+) in NRW
Nur nochmal angemerkt: in Niedersachsen trägt die NLM die Kosten für die Verbreitung. Pro RegioMux ein NKL.SeltenerBesucher hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 12:00
Die Campusradios sind als Hochschulradios im Landesmediengesetz nur in NRW verankert. Im Prinzip sind sie das, was NKLs oder Offene Kanäle in anderen Bundesländern sind.
Sie sind aus dem Bürgerfunk hervorgegangen, damit die Lokalradios nicht zu viel Arbeit mit den Tonbändern der Unifunker haben, wurden diese ausgelagert. So wurden die nahezu letzten halbwegs brauchbaren Stadtfrequenzen an nicht kommerzielle Anbieter vergeben, damit sich der Lokalfunk prächtig weiterentwickeln kann. .
Re: DAB(+) in NRW
Nicht nur in NRW - auch in BaWü (siehe Landesmediengesetz BW).SeltenerBesucher hat geschrieben: ↑Do 11. Jun 2026, 12:00 Die Campusradios sind als Hochschulradios im Landesmediengesetz nur in NRW verankert. Im Prinzip sind sie das, was NKLs oder Offene Kanäle in anderen Bundesländern sind.
Und auch hier steht der Umstieg der Hochschulradios (und der NKLs) von UKW auf DAB noch bevor.
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SeltenerBesucher
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Re: DAB(+) in NRW
Stopp, bevor die Diskussion in falscher Richtung abgleitet: Das Landesmediengesetz NRW kennt:
- § 40d Rundfunkprogramme in Hochschulen (Hochschilradios)
- § 84 Rundfunkprogramme in Einrichtungen (Einrichtungsfunk)
Nehmen wir mal Bochum als Beispiel, die Wiege der Campusradios. CT das Radio ist das Hochschulradio von vier Hochschulen, die größte zählt über 41.000 Studierende, die FH daneben fast 10.000, die Ev. Hochschule 2.600 usw. Drei Hochschulen liegen eng beieinander. Die Technische Hochschule Georg Agricola liegt aber am anderen Ende der Stadt. Außerdem haben alle Hochschulen Liegenschaften und Studierendenheime verstreut im Stadtgebiet – da liegen schon mal 6 km zwischen der Ruhr-Universität-Bochum und den anderen Einrichtungen. Der RUB-Campus ist ein super Beispiel für den Brutalismus Stil der 1970er Jahre, mit allen Nachteilen die der Stahlbeton für Signalausbreitung mit sich bringt.
Die Liegenschaften gehören dem Land, der Strom wird von irgendeiner Kostenstelle schon gedeckt und für die Anschaffung der Technik wird es schon irgendwelche Töpfe im Landeshaushalt geben, Stichwort: Digitalisierung. Es entstehen aber jährliche Wartungskosten, die alle Sender haben. Einmal im Jahr wird der Stecker für zwei Stunden gezogen und alle Schrauben nachgezogen – schon der Versicherung wegen. Ich bin mir nicht sicher, ob der Sender in Rostock so ein positives Beispiel ist. Mein Gedanke ist, dass man sich soviel an Frequenzressourcen reserviert, wie es bloß möglich ist, solange es noch möglich ist. Der Blick in die Niederlande zeigt, dass lokale Netz mit 4, 5 oder 6 kW dort keine Seltenheit sind. Ich weiß nicht, ob die 11,2 kW in Meppen korrekt sind und kaum vorstellbar, dass diese in NRW möglich wären.