Werbekrise: Steigen Privatradios (temporär) wieder aus DAB+ aus?
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Spacelab
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Re: Werbekrise: Steigen Privatradios (temporär) wieder aus DAB+ aus?
Also hier im Saarland wären das auch nicht so viele. Ganz streng genommen sogar nur Radio Salü und RPR1. Letzteren hätte es eh nicht so wirklich im Saarland Mux gebraucht. Obwohl das Programm hier immer schon erstaunlich gerne gehört wurde. Muss man nicht verstehen... Jedenfalls könnte noch Classic Rock Radio und bigFM eingestellt werden. Aber die haben nur eine sehr miese UKW Ausstattung und können es dann auch gleich ganz sein lassen. Die CityRadios sind ja schon ausgestiegen und verbreiten mittlerweile nur noch das Programm aus Saarbrücken über DAB+. Gut war ja auch Verschwendung weil da eh nix Lokales mehr kam außer Werbung. Und das war es dann auch schon...
Re: Werbekrise: Steigen Privatradios (temporär) wieder aus DAB+ aus?
So langsam wird klar: UKW und DAB+ werden wohl gleichzeitig abgeschaltet werden. Dann läuft der Rest über das Netz, inklusive DNS-Ausfall und packet losses, weil die Telkom nicht vernünftig pairt.
Höre gerade einen Stream von Soma FM aus San Francisco. Dort gibt es keine Werbung, man kann den Sender aber durch einmalige oder regelmäßige Spenden unterstützen.
Während Welle Niederrhein, seit 30 Jahren der hier offiziell zuständige Privatsender, weder über UKW noch DAB+ flächendeckend zu empfangen ist. Außer natürlich über den Stream, wo man aber erstmal mit einem Werbespot begrüßt wird ubd der selbe langweilige Mist läuft wie überall auch.
Die Diskussion ist also eigentlich müßig. Insbesondere, da DAB+ an so vielen Ecken und Enden bröckelt. In Italien sendet man inzwischen mit 32 bis 48 kbit/s, manchmal sogar darunter.
Das erinnert an Real-Player-Zeiten mit Modem über Telefonleitung.
Die Zeit geht über das Medium Radio hinweg, es wird nicht völlig verschwinden – aber nicht mehr relevant genug sein, einen eigenen technischen Verbreitungsweg zu haben.
Genießen wir es also, so lange es noch läuft.
Höre gerade einen Stream von Soma FM aus San Francisco. Dort gibt es keine Werbung, man kann den Sender aber durch einmalige oder regelmäßige Spenden unterstützen.
Während Welle Niederrhein, seit 30 Jahren der hier offiziell zuständige Privatsender, weder über UKW noch DAB+ flächendeckend zu empfangen ist. Außer natürlich über den Stream, wo man aber erstmal mit einem Werbespot begrüßt wird ubd der selbe langweilige Mist läuft wie überall auch.
Die Diskussion ist also eigentlich müßig. Insbesondere, da DAB+ an so vielen Ecken und Enden bröckelt. In Italien sendet man inzwischen mit 32 bis 48 kbit/s, manchmal sogar darunter.
Das erinnert an Real-Player-Zeiten mit Modem über Telefonleitung.
Die Zeit geht über das Medium Radio hinweg, es wird nicht völlig verschwinden – aber nicht mehr relevant genug sein, einen eigenen technischen Verbreitungsweg zu haben.
Genießen wir es also, so lange es noch läuft.
QTH: Viersen (NRW)
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Pfennigfuchser
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Re: Werbekrise: Steigen Privatradios (temporär) wieder aus DAB+ aus?
Also ich habe mal Internetradio mit Mytuner im Auto von Wuppertal bis Memmingen getestet. Netzt ist die Telekom. Es gab vielleicht 1 oder 2 Aussetzer. Mittlerweile läuft es echt super. Das war noch vor einigen Jahren anders. Wenn als Privatradio nun die Entscheidung getroffen wird, die Verbreitung über DAB einzustellen, dauert es nicht lang, bis man ganz auf IP setzt. Man sollte schon hinterfragen, ob die Doppelausstrahlung noch Sinn ergibt. Da sollte man dann abwägen, ob man mit DAB oder UKW bessere Reichweiten erzielt.
Bei den Lokalradios ist die Reichweite für DAB besser, aber insgesamt stark verbesserungswürdig, wenn man UKW abschalten will. Ein Radio Mülheim hat sicherlich eine bessere Abdeckung. Nimmt man aber beispielsweise Radio Essen oder Radio Duisburg, sieht es schon anders aus.
Oder anderes Beispiel: Ich kann in Wuppertal Radio MG hören, aber ein Radio Essen oder Radio Köln, was näher liegt, eben nicht oder nur gestört. Da weicht man dann um UKW aus.
Um wirklich eine Abschaltung auf UKW sinnvoll vorantreiben zu können, müssen eben die Lokalradios, die angeblich für die Pendler extra in die Regionalmuxe gegangen sind, die Reichweite rund um die Stadtgrenzen mindestens 30-50 km betragen. Dann wird kein Lokalradios mehr UKW vermissen. So wechselt beispielsweise Radio Wuppertal/Radio Neandertal an der Stadtgrenze Essen bereits auf UKW oder in Wuppertal eben Radio Essen auf die 102,2.
Anders sieht es bei den WDR-Frequenzen aus. Die Reichweite von UKW ist einfach weiter. Ebenso beim SWR: In Wuppertal/Düsseldorf läuft SWR 3 auf 94,8 und DAB eben nicht. Da braucht man nicht zu überlegen, welchen Verbreitungsweg ich dann wählen würde
Bei den Lokalradios ist die Reichweite für DAB besser, aber insgesamt stark verbesserungswürdig, wenn man UKW abschalten will. Ein Radio Mülheim hat sicherlich eine bessere Abdeckung. Nimmt man aber beispielsweise Radio Essen oder Radio Duisburg, sieht es schon anders aus.
Oder anderes Beispiel: Ich kann in Wuppertal Radio MG hören, aber ein Radio Essen oder Radio Köln, was näher liegt, eben nicht oder nur gestört. Da weicht man dann um UKW aus.
Um wirklich eine Abschaltung auf UKW sinnvoll vorantreiben zu können, müssen eben die Lokalradios, die angeblich für die Pendler extra in die Regionalmuxe gegangen sind, die Reichweite rund um die Stadtgrenzen mindestens 30-50 km betragen. Dann wird kein Lokalradios mehr UKW vermissen. So wechselt beispielsweise Radio Wuppertal/Radio Neandertal an der Stadtgrenze Essen bereits auf UKW oder in Wuppertal eben Radio Essen auf die 102,2.
Anders sieht es bei den WDR-Frequenzen aus. Die Reichweite von UKW ist einfach weiter. Ebenso beim SWR: In Wuppertal/Düsseldorf läuft SWR 3 auf 94,8 und DAB eben nicht. Da braucht man nicht zu überlegen, welchen Verbreitungsweg ich dann wählen würde
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SeltenerBesucher
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Re: Werbekrise: Steigen Privatradios (temporär) wieder aus DAB+ aus?
Wie soll das gehen? Laufen bald die Verträge mit den Plattformbetreibern aus? Man darf eins nicht vergessen, wenn die einen aus DAB+ aussteigen werden, werden die anderen nur die Hände reiben, weil ihre Reichweite steigt.Pfennigfuchser hat geschrieben: ↑Sa 9. Mai 2026, 11:02 Wenn als Privatradio nun die Entscheidung getroffen wird, die Verbreitung über DAB einzustellen, dauert es nicht lang, bis man ganz auf IP setzt.
Es hat doch niemand jemanden gezwungen sein Programm auf DAB+ aufzuschalten. Es ist keine Krise der Verbreitungswege, der Einschaltquoten oder Beliebtheit des Mediums. Es ist eine Krise der Vermarktung.Pfennigfuchser hat geschrieben: ↑Sa 9. Mai 2026, 11:02 Man sollte schon hinterfragen, ob die Doppelausstrahlung noch Sinn ergibt. Da sollte man dann abwägen, ob man mit DAB oder UKW bessere Reichweiten erzielt.
Es stand den Lokalradios frei mehrere Multiplexe zu nutzen, was die Kosten nicht mindern aber die Reichweite (Anzahl der Hörer) nicht erhöhen würde. Die Diskussion ist müßig, denn sonst gab es hier Beschwerden, dass alle Lokalradios die gleiche Musik spielen. Da der Wortanteil in lokalen Sendestunden marginal ist und in den übrigen 16 – 20 Stunden identisch, macht eine Ausweitung des Verbreitungsgebietes auf benachbarte Regionen keinen Sinn.Pfennigfuchser hat geschrieben: ↑Sa 9. Mai 2026, 11:02 Ich kann in Wuppertal Radio MG hören, aber ein Radio Essen oder Radio Köln, was näher liegt, eben nicht oder nur gestört. Da weicht man dann um UKW aus.
Sie werden UKW schon vermissen, denn nur UKW garantierte, dass sich die Lokalradios unterschiedlicher Anbieter nicht in die Quere kommen.Pfennigfuchser hat geschrieben: ↑Sa 9. Mai 2026, 11:02 Um wirklich eine Abschaltung auf UKW sinnvoll vorantreiben zu können, müssen eben die Lokalradios, die angeblich für die Pendler extra in die Regionalmuxe gegangen sind, die Reichweite rund um die Stadtgrenzen mindestens 30-50 km betragen. Dann wird kein Lokalradios mehr UKW vermissen.