Das King Champion Modul, von dem es sogar eine Version mit WLAN geben soll, ist gar nicht mal so taub. Aber die Software ist ungefähr so verbuggt wie bei den Glovane Modulen.
Positiv:
- Guter DAB+ Empfang. Wenn der Tuner mal "gelocked" hat.
- Zeigt in der Slideshow natürlich PNGs korrekt an.
- Leichtes, sehr angenehmes Gewicht.
- Für die Größe guter, runder Klang. Wenn man den Equalizer benutzt. Ohne klingt es total verbogen und dünn.
- USB C Anschluss zum aufladen.
- microSD und vollwertiger USB Anschluss für USB Stick.
- Spielt viele Formate ab. MP3, AAC(LC/HE/v2), OGG Vorbis, APE, WAV und FLAC. Alles bis 48kHz und 24 Bit. Nicht unterstützt wird OPUS. Aber das hätte mich auch gewundert.
- Schließt man das Radio an den PC an dient es quasi als Kartenleser und man kann Dateien auf eine eingelegte microSD Karte schreiben und natürlich auch lesen.
- Sehr ausdauernder Akku. Benötigt zwar rund 3 Stunden zum aufladen, hält aber dafür knapp über 10 Stunden im DAB+ Modus mit gemäßigter Zimmerlautstärke.
- Kopfhöreranschluss ist in Stereo und absolut frei von Störungen. Also kein Prozessorknattern wie man es von manchen FS Modulen her kennt.
- Bluetooth funktioniert absolut fehlerfrei. Auch wenn die Reichweite etwas gering ist. Es werden aber korrekt Titel, Interpret und Spielzeit angezeigt. Zumindest bei Android und Windows als Zuspieler. Beim iPhone Firmenhandy wird hingegen nur "Play" im Radiodisplay angezeigt.
- Bei jedem dritten einschalten hat der Tuner keinen Empfang. Dann muss man das Gerät aus- und wieder einschalten und dann geht es.
- Mieser UKW Empfang. Nur wirkliche Ortssender gehen brauchbar. Über Kopfhörer, also in Stereo, gibt es sogar grundsätzlich leichtes Hintergrundrauschen bei jedem Sender.

- Bei DAB+ gibt es eine Signalstärke Anzeige die 20(!) Balken hat. Aber nur Vollanschlag, halb, oder gar nichts kennt.
Man kann sich auch die "Fehlerrate" anzeigen lassen. Aber diese zeigt immer nur "0" an sogar wenn der Ton Aussetzer hat. 
- Wenn man auf einen Mux schaltet, benötigt man schon eine relativ hohe Signalstärke damit dieser abgespielt wird. Hat das Radio aber dann den Mux mal empfangen, hält es diesen erstaunlich lange aussetzerfrei.
- Sehr oft, nicht nur beim einschalten, sondern auch nach einem Senderwechsel, wird keine Slideshow angezeigt. Auch hier wieder aus- und wieder einschalten. Dann kommt irgendwann die Slideshow.
- Es kommt vor dass das Radio nach dem Ausschalten mal alles vergisst. Also nicht nur die Uhrzeit und die maximal 10 Favoritenplätze. Sondern dann ist die komplette Senderliste leer.

- Es dauert grundsätzlich elendig lang bis die Slideshow angezeigt wird. Alle anderen Radios zeigen schon längst etwas an, da leuchtet beim Raddy noch immer das DAB+ Logo im Display.
- In meiner neuen Version deutlich schlechteres Display. Zwar immer noch recht hell, aber nahezu null Kontrast. Grau in grau und schwache Farben.
- Das Gerät an sich wirkt sehr robust. Aber ausgerechnet die Antenne ist sehr filigran befestigt und hält garantiert nicht lange.
- Das Gerät lässt sich nicht öffnen da rundherum bombenfest verklebt.
- Mit dem EQ Programm "Jazz" zwar erstaunlich rundes Klangbild, aber ziemlich leise. Egal von welcher Quelle und welches EQ Programm. Wenn man das Radio direkt vor sich hält erreich man bei Stufe 30 normale Zimmerlautstärke. Maximum ist Stufe 32.
- Der Audioplayer (also USB/microSD Karte) ist bei der neuen Version des Raddy schwierig bis nutzlos. Es werden nämlich Verzeichnisse ignoriert und alles in einer langen Alphabetisch sortierten Liste angezeigt. TAG Infos werden mal angezeigt, meistens aber nicht. Bei der alten Version mit FS Modul funktionierte der Player fehlerfrei.
- Zum nur mal gelegentlich benutzen ist das Raddy denkbar ungeeignet. Ich hatte das Gerät 2 tage ungenutzt nur auf dem Tisch liegen und es fehlten 2 von 4 Akkubalken. Das Problem gibt es bei der alten, sowie der neuen Version des Raddy RD939. Mein Arbeitskollege, der die alte Version hat, warnte mich schon vor das der Akku nach rund einer Woche leer sei. Auch wenn man das Gerät gar nicht benutzt. Die Akkusteuerung geht dann in einen Schutzmodus damit der Akku nicht tiefentladen wird und man muss das Radio dann mindestens 30 Minuten ununterbrochen am Ladegerät hängen haben damit sich das Teil wieder einschalten lässt.
